Liebe Pressevertreter*innen,
von 26.09. bis 03.10. eröffnet WUK performing arts die Saison 2026/27 mit einer Reihe diverser Feierlichkeiten. Bis Mitte Mai 2027 wird WUK performing arts an etwa 50 Spieltagen rund 60 Einzelveranstaltungen zeigen. Das Programm umfasst neun Koproduktionen, vier Gastspiele, zwei Wiederaufnahmen, sowie eine feine Auslese thematisch kuratierter Community-Formate und innerstädtische Kooperationen.
Drei Themenfelder ziehen sich dabei durch die Saison: Wie in den vergangenen Spielzeiten bleibt die Beziehung von Mensch und Umwelt angesichts der sich weiter zuspitzenden ökologischen Krise ein zentraler Ankerpunkt des Programms. Auch Wut und Widerstand als emanzipatorische Kräfte gegen patriarchale Strukturen finden wieder ihren Platz. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf den Fragilitäten des Alters und des Älterwerdens, die in Arbeiten von Theater im Bahnhof, Adrienn Hod aber auch dem neuen Projekt von Olivia Axel Scheucher bespielt werden. Entsprechend finden sich in der kommenden Saison Arbeiten zu ökologischen und gesellschaftlichen Umbrüchen wie Auseinandersetzungen mit Körper, Macht, Widerstand, Fürsorge und dem vermeintlichen „Feierabend“ des Lebens.
Saisonauftakt: Offenheit, Widerstand und zwei Jubiläen
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ThiccPhatUTOPIAS – la Résistance! 26. September 2026 | 21:00 Uhr | WUK Saal Kuratiert von Dshamilja Gosteli ________________________________________________________
Die Saison eröffnet am 26. September mit ThiccPhatUTOPIAS – la Résistance! Das von Dshamilja Gosteli kuratierte Mini-Festival versammelt queere, fat-positive und antirassistische künstlerische Positionen. Unter dem Leitgedanken „Résistance as a practice of art“ treten BORA Murmure, Denise Palmieri, Mzamo Nondlwana, STORM und Kumi More gegen Fettfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit und rassistische Ausschlüsse an und verstehen Widerstand als künstlerische Praxis.
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Studio Julian Hetzel & Ntando Cele SPAfrica 30. September & 1. Oktober 2026 | 19:30 Uhr | WUK Saal In Kooperation mit kulturen in bewegung ________________________________________________________
Gemeinsam mit kulturen in bewegung zeigt WUK performing arts die international prämierte Arbeit SPAfrica von Studio Julian Hetzel & Ntando Cele zum ersten Mal in Wien. Die Performance untersucht die Verflechtungen von Kapitalismus und Rassismus und fragt danach, wie persönliche Geschichten, kulturelle Identität und Trauma im internationalen Kunstbetrieb zu Ressourcen werden: „Is trauma the new gold of the arts?“
Ein Rahmenprogramm mit Workshop, Artist Talk und Musik begleitet die beiden Abende anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von kulturen in bewegung.
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45 Jahre WUK 3. Oktober 2026 | ab 11:00 Uhr | WUK Areal Eintritt frei ________________________________________________________
Am 3. Oktober feiert das WUK sein 45-jähriges Bestehen. Das gesamte Areal wird bei freiem Eintritt zum Schauplatz für Ausstellungen, Performances, Konzerte, offene Werkstätten, Ateliers und Proberäume sowie für ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Generationen und Communities.
Neue Arbeiten, Gastspiele und Wiederaufnahmen
Neun Koproduktionen bilden einen zentralen Teil des Saisonprogramms: Lisa Hinterreithner präsentiert eine partizipative Fassung ihrer bei ImPulsTanz zur Premiere gebrachten Arbeit many in a bed im Projektraum und God’s Entertainment zeigen mit Twoness eine neue Arbeit zu Naomi Kleins Doppelgängermotiv im Herbst 2026. Zum Jahresbeginn folgen Neuproduktionen von Ariane Öchsner und Maatje Pasman. Im Februar nimmt Olivia Axel Scheucher die historische Entwicklung unseres Haushaltsinventars zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der Klimakrise und einer Heimsuchung schlecht gealterter Plastikprodukte.
Ein Doppelabend von Oneka von Schrader und Julia Riederer widmet sich im März dem weiblichen Körper, Selbstoptimierung, Körperwahrnehmung und den Erfahrungen weiblich sozialisierter Menschen in einem männlich geprägten Gesundheitssystem. Im April beschäftigen sich Masoumeh Jalalieh & Daniel Zimmermann mit dem Thema Gastfreundschaft und kulturellen Traditionen des Zusammenkommens. Adrienn Hód / HODWORKS bringt mit der letzten Koproduktion der Saison die Erfahrungen und Prägungen älterer Tänzer*innen auf die Bühne und stellt Fragen nach dem Ruhestand, alternden Körpern und deren Erinnerungen.
Vier Gastspiele erweitern das Programm um (inter)nationale künstlerische Perspektiven: Neben Studio Julian Hetzel & Ntando Cele sind das Grazer Theater im Bahnhof, die Schweizer Regisseurin Johanna Heusser und – zum ersten Mal in Wien – die Dänische Choreographin Sophia Mage mit ihren Arbeiten zu Gast. Mit Wiederaufnahmen von Nikolaus Adler und Veronika Glatzner kehren zudem zwei erfolgreiche WUK-Produktionen in das Programm zurück.
Kooperationen und kuratierte Formate
Weitere Schwerpunkte der Saison liegen auf Kooperationen mit Gin Müller im Rahmen der Abschlussausstellung seines vierjährigen Zyklus JUSTITIA! sowie mit kulturen in bewegung zu ihrem 30-Jährigen Jubiläum. Die Huggy Bears Days bringen im November in Kooperation mit brut Wien Uraufführungen von Katarína Krupičková & Florentina Ebenbauer, Els van Houtert, Sunggu Hong und Daria Nosik & Katerina Nosik aktuelle Positionen der freien Tanz- und Performance-Szene in die beiden Häuser.
Darüber hinaus öffnen von eingeladenen Kurator*innen entwickelte Formate Räume für Community, Diskurs und künstlerische Begegnung: PCCC* in der Kuration von Denice Bourbon & FLONA, das Sägezahn Festival initiiert von Samuel Schaab & Jacob Suske, Salon Souterrain kuratiert von Elisabeth Bakambamba Tambwe, FIBER space in Zusammenarbeit mit Shayan Kazemi / kulturen in bewegung sowie Pride Rage unter der Leitung von Alice Eric BigClit.
Neue Saison, neue Kampagne, gleiche Ausrichtung
Begleitet wird die neue Saison von einer neuen visuellen Kampagne: Gemeinsam mit der Fotografin Apollonia T. Bitzan und erstmals mit dem Prager Illustrator Tomáš Staněk entwickelt WUK performing arts eine Bildsprache, die für eine widerständige, politische und offene Praxis steht. Fotografie trifft auf Zeichnung, Realität auf Utopie – und setzt bewusst auf das Unmittelbare, Eigenwillige, manchmal Sperrige und immer Analoge.
Mit der kommenden Saison führt WUK performing arts seine Arbeit als Ort für freie Performancekunst, gesellschaftliche Auseinandersetzung und selbstbestimmte künstlerische Praxis fort, mit vielfältigen künstlerischen Handschriften, Produktionsweisen und Perspektiven.
Wir freuen uns, die Saison 2026/27 vorzustellen, und stehen für Rückfragen, Interviews, Pressekarten und Bildmaterial gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Phädra Armyra (sie/ihr) WUK performing arts | PR & Marketing
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